Was ist eine Schutzgebühr, wie setzt sie sich zusammen und warum muss ich diese zahlen, wenn ich einen Hund adoptiere?

Die Schutzgebühr ist ein wesentlicher finanzieller Beitrag, der unsere Arbeit erst ermöglicht. Selbstverständlich ist unsere Arbeit mit Kosten verbunden – das Tierheim verlangt für jeden Hund einen Unkostenbeitrag, wir haben Tierarztkosten, die sehr hoch werden können und helfen den Tierheimen regelmäßig mit Futter, Medikamenten oder sonstigem dringend benötigtem Material. Durch die Schutzgebühr decken wir einen Teil dieser Kosten ab.

Weiters dient sie dem Schutz des Hundes und soll verhindern, dass Menschen, die Böses im Sinn haben, sich an unseren Hunden bereichern. Wir verdienen nichts – jedes Vereinsmitglied handelt ehrenamtlich und trägt Kosten für Benzin, Futter und Zubehör selbst. Jeder Cent der Schutzgebühr deckt entweder einen Teil unserer schon entstandenen Kosten ab oder wird wieder für den Tierschutz verwendet.

Oft werden wir gefragt, warum wir auch für ältere Hunde eine Schutzgebühr verlangen. Hierzu möchten wir ganz klar sagen: wir „verlangen“ nichts für einen Hund! Unsere Hunde haben keinen Preis! Die Schutzgebühr hilft uns, unsere Arbeit zu leisten und ist kein Preisschild. Abgesehen davon vertreten wir mit voller Überzeugung die Meinung, dass jedes unserer Tiere gleich viel wert ist.

Was ist eine Pflegestelle?

Eine Pflegestelle ist eine Person oder Familie, die einen Hund vorübergehend bei sich aufnimmt und versorgt, bis die passende Familie für das jeweilige Tier gefunden wurde. Für diese wichtige und anspruchsvolle Tätigkeit sind bedingungslose Tierliebe, Geduld und Einfühlungsvermögen die wichtigsten Voraussetzungen.

Was erwartet mich als Pflegstelle?

Die Hunde kommen direkt aus dem Tierheim auf die Pflegestelle und brauchen oft einige Zeit, um sich einzugewöhnen. Sie haben oft unbestimmte oder schreckliche Vorgeschichten und es kann schwierig sein, konkrete Informationen über den Hund zu erfahren, bevor er auf eine Pflegestelle kommt. Gleichzeitig kann der Hund auf der Pflegestelle Verhaltensweisen zeigen, entwickeln oder unterlassen, die den Informationen des Tierheimes nicht entsprechen. Als Pflegestelle ist es daher wichtig, viel Geduld mit dem Pflegehund und Verständnis für sein Verhalten zu haben.

Wie lange bleibt der Pflegehund bei mir?

Im Vorhinein ist es unmöglich vorherzusagen, wie lange ein Pflegehund auf der Pflegestelle bleiben wird – das sollte daher für die Pflegestelle keine Rolle spielen. Genau wie für den eigenen Hund sollte für eine Unterbringung des Pflegehundes für den Fall einer geplanten oder unvorhergesehenen Abwesenheit gesorgt sein.

Wer trägt die Kosten für den Pflegehund?

Die Futterkosten werden von der Pflegestelle selbst übernommen, etwaige Tierarztkosten trägt der Verein.

Was sind meine Aufgaben als Pflegestelle?

Neben den selbstverständlichen regelmäßigen Tätigkeiten wie füttern und Gassi gehen ist es vor allem auch wichtig, dass die Pflegestelle dem Hund das tägliche Leben beibringt. Manche Hunde haben beispielsweise noch nie in einer Familie gelebt, kennen es nicht, an der Leine geführt zu werden oder haben noch nie einen Fahrradfahrer gesehen. Die Pflegestelle muss den Hund einfühlsam an diese täglichen Dinge heranführen und ihm so viel wie möglich beibringen. Sofern möglich können dem Pflegehund auch die Grundkommandos während des Aufenthaltes auf der Pflegestelle beigebracht werden. Auch den Gesundheitszustand des Hundes muss die Pflegestelle selbst im Auge behalten und ggf. Maßnahmen ergreifen, wie z.B. Krallen schneiden, bürsten oder den Vereinstierarzt aufsuchen. Den Hund mit dem auszulasten, was er braucht – seien es Spaziergänge, Spiele oder ausgiebige Kuscheleinheiten – sollte selbstverständlich sein. Die Fotos und Beschreibungen für die Inserate sollten auch von der Pflegestelle bereitgestellt werden, da diese den Hund am besten kennt und am meisten Zeit mit ihm verbringt.

Wie finde ich einen guten Platz für meinen Pflegehund?

Um eine Familie für unsere Pflegehunde zu finden ist es wichtig, dass eine ausführliche und treffende Beschreibung und gute Fotos des Hundes gemacht werden. Damit werden dann Inserate im Internet sowie Flyer zum Verteilen und ein Facebook-Eintrag angefertigt, in welchem ein Vertreter des Vereins oder nach Absprache die Pflegestelle selbst als Kontaktperson angeführt wird. Nach einem ersten positiven Telefonat wird mit potentiellen Interessenten ein Kennenlernen vereinbart, welches bei der Pflegestelle Zuhause – also in der vertrauten Umgebung des Hundes – stattfindet. Anschließend findet eine sogenannte Vorkontrolle statt; ein Vertreter des Vereins oder nach Absprache die Pflegestelle selbst fährt zu den Interessenten nach Hause und prüft, ob diese korrekte Angaben gemacht haben und ob der Platz für den Pflegehund geeignet wäre. Dann kann der Hund für eine Probezeit in sein neues Zuhause übersiedeln, nachdem der Schutzvertrag unterschrieben wurde. Bei positiver Beendigung der Probezeit wird die Schutzgebühr bezahlt und der Impfpass an die neue Familie weitergegeben.

Wie kann ich Pflegestelle werden?

Wenn Du alle Punkte sorgfältig gelesen hast und gerne Pflegestelle werden würdest, dann melde Dich bitte unter info@seelenhund.at mit einer Beschreibung Deiner Lebensumstände oder unter 0660/1468296 für ein persönliches Gespräch.